Einführung in die Bewertung von Aktien: Was ist die beste Bewertungsmethode?

Einführung in die Bewertung von Aktien: Was ist die beste Bewertungsmethode?


Investoren nehmen häufig irrtümlicherweise an, dass ein großes Unternehmen auch eine große Investition bedeutet.

31 Okt 2018

Investoren nehmen häufig irrtümlicherweise an, dass ein großes Unternehmen auch eine große Investition bedeutet. Die Suche nach stabilen Unternehmen ist ein kritischer Bestandteil des Investitionsprozesses. Genauso wichtig ist es aber, den Wert der Aktien dieser Unternehmen zu ermitteln.

Ihr Ziel als Investor sollte darin liegen, gute Unternehmen zu finden und zu vernünftigen Preisen in diese zu investieren.

Wenn Sie große Unternehmen nicht mehr automatisch mit großen Investitionen gleichsetzen, dann sind Sie anderen Investoren bereits einen Schritt voraus. Und hier kommt die Bewertung von Aktien ins Spiel.

Die Bewertung

Die Bewertung ist der erste Schritt in Richtung einer smarten Investition. Indem ein Investor versucht, den Wert von Aktien mithilfe einer Fundamentalanalyse zu ermitteln, kann er sachkundige Entscheidungen bezüglich Kauf und Verkauf von Aktien treffen. Ohne fundamentale Werte findet man sich schnell in einem Ozean aus zufälligen Bewegungen kurzfristiger Preise wieder und verlässt sich nur noch auf sein Bauchgefühl.

Jahrelang hat das finanzwirtschaftliche Establishment die irreführende Meinung vertreten, dass Bewertung Experten vorbehalten sein solle. Sie ist jedoch keine obskure Wissenschaft, zu der nur MBAs und CFAs Zugang haben.

Mit grundlegenden Mathematikkenntnissen und etwas Sorgfalt kann jeder Investor den Wert der besten Aktien beurteilen.

Bevor Sie eine Aktie bewerten können, müssen Sie ein Verständnis dafür entwickeln, was ein Anteil ist. Dieser Teil der Aktie ist keine magische Schöpfung, die dem Trend folgt, sondern die exakte Wiedergabe der Teilhaberschaft an einem börsennotierten Unternehmen.

Wenn das Unternehmen XYZ 1 Million Anteile in Umlauf bringt und Sie einen einzelnen eigenen Anteil erwerben, dann besitzen Sie ein Millionstel des Unternehmens.

Warum sollte Ihnen jemand etwas für dieses Millionstel zahlen wollen? Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen. Es wird immer jemanden geben, der ein Millionstel des Eigentums möchte, da dies auch ein Millionstel der Stimmen in einer Aktionärsversammlung gewährt. Auch wenn der Anteil an sich gering scheint, ergibt er in Kombination mit 500.000 Ihrer Freunde schon eine Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen. Das bedeutet, dass Sie nun Entscheidungen über die Auszahlung von Dividenden oder die Fusion des Unternehmens mit Ihrer eigenen Firma treffen können.

Unternehmen kaufen aus vielerlei Gründen Anteile an anderen Unternehmen. Ob für direkten Erwerb, bei dem ein Unternehmen alle Anteile aufkauft, oder für einen Joint Venture, bei dem ein Unternehmen genug Anteile an einem anderen Unternehmen kauft, um einen Sitz im Board of Directors zu erhalten – die Anteile stehen immer zum Verkauf. Der Aktienkurs spiegelt den Unternehmenswert wider und ist somit siebeneinhalb Stunden täglich fünf Tage die Woche im Verkauf. Eben diese Informationen erlauben anderen Unternehmen – ob öffentlich oder privat –, mithilfe von eindeutigen und kompakten Daten zu den Kosten der Anteile an einem anderen Unternehmen kluge Geschäftsentscheidungen zu treffen.

Ein Teil der Aktien ist eine Repräsentation des Anteils der Aktionäre an den Einnahmen, Gewinnen, dem Cashflow und dem Vermögen des Unternehmens. Als individueller Investor werden Sie sich aber in der Regel für die Zahlen interessieren, die Sie als Dividenden erhalten. Ein Anteil am Eigentum berechtigt Sie dauerhaft zu einem Anteil an allen Dividenden. Selbst wenn die Aktien eines Unternehmens momentan keine Dividenden abwerfen, besteht immer die Möglichkeit, dass ein Dividendentyp zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar wird.

Bewertung von Aktien: Grundlegende Konzepte

Bewertung von Aktien: Grundlegende Konzepte

Unternehmen haben einen inneren Wert, und dieser Wert basiert auf dem Ausmaß des freien Cashflows, den die Unternehmen während ihrer effektiven Lebensdauer zur Verfügung stellen können. Allerdings ist zukünftiges Geld immer weniger wert als das Geld zum heutigen Zeitpunkt, und deshalb müssen zukünftige freie Cashflows nach einem angemessenen Satz abgezinst werden.

Die Theorie, auf der die meisten Methoden zur Bewertung von Aktien basieren, besagt, dass der Wert eines Unternehmens der Summe aller zukünftigen freien Cashflows entspricht.

Alle zukünftigen Cashflows werden abgezinst, um die Entwicklung des Geldwertes im Laufe der Zeit zu berücksichtigen. Wenn Sie eine objektive Kenntnis aller zukünftigen Cashflows eines Unternehmens und eine objektive Rendite für Ihre Investition haben, können Sie den genauen Betrag berechnen, den Sie für dieses Unternehmen zahlen sollten.

Allerdings ist die Bewertung von Aktien in der Praxis nicht ganz so einfach, da wir zukünftige freie Cashflows nur schätzen können. Deshalb ist diese Herangehensweise an die Bewertung eine Mischung aus Kunst und Wissenschaft. Wenn uns die Inputs vorliegen, können wir die Outputs berechnen. Wenn wir genau wüssten, wie viel Cashflow generiert wird, und wenn wir eine objektive Rendite hätten, könnten wir ableiten, wie viel wir für Dividendenpapiere oder für ein Unternehmen mit positivem Cashflow (unabhängig davon, ob es Dividenden ausschüttet) zahlen sollten. Aber die eigentlichen Angaben sind lediglich Schätzungen, und es braucht ein gewisses Maß an Erfahrung und Können, um diese Schätzungen zu präzisieren.

Aus diesem Grund ist die Bewertung von Aktien sowohl eine Kunst als auch eine Wissenschaft.

Drei große Methoden der Bewertung von Aktien

Drei große Methoden der Bewertung von Aktien

Viele Bewertungsmetriken lassen sich ganz einfach berechnen, zum Beispiel Preis-Leistungs-Verhältnis, Kurs-Umsatz-Verhältnis oder Preis-Reserve. Aber diese Zahlen sind nur in Bezug auf eine bestimmte andere Form der Bewertung von Aktien relevant.

Nachfolgend finden Sie die drei wichtigsten Methoden der Bewertung von Aktien, mit der ertragreiche Dividendenpapiere ermittelt werden können.

Discounted Cashflow-Analyse

Bei der ersten Methode, der Discounted Cashflow-Analyse, wird das Unternehmen als eine große Maschine mit freiem Cashflow betrachtet. Wir analysieren das Unternehmen so, als hätten wir es vollständig aufgekauft und würden es für immer halten, um alle zukünftigen freien Cashflows zu erhalten. Wenn wir den Wert eines Unternehmens schätzen, können wir es mit seiner aktuellen Marktkapitalisierung vergleichen, um festzustellen, ob der Kauf sinnvoll ist oder nicht. Alternativ können wir auch den berechneten Gesamtwert durch die Gesamtanzahl aller Aktien teilen und diesen Wert mit dem tatsächlichen Aktienkurs vergleichen.

Dividendendiskontierungsmodell

Bei der zweiten Methode, dem Dividendendiskontierungsmodell (auch Gordon-Growth-Modell), wird die einzelne Aktie als eine kleine Maschine mit freiem Cashflow betrachtet. Dabei sind die Dividenden der freie Cashflow, da dies das Geld ist, das wir als Investoren erhalten. Im Beispiel des ganzen Unternehmens kann das Unternehmen den freien Cashflow als Dividenden ausschütten, damit Aktien zurückkaufen, Übernahmen finanzieren oder ihn einfach ansammeln. Der Punkt ist, dass wir nur wenig Kontrolle darüber haben, was die Unternehmensführung damit macht.

Bei der Dividende hingegen wird all dies berücksichtigt – die aktuelle Dividende sowie ihre geschätzte Wachstumsrate bezieht die freien Cashflows des Unternehmens und die Verwendung der Cashflows durch das Unternehmen mit ein.

Multiplikatormethode

Die dritte Methode, die manchmal auch Multiplikatormethode genannt wird, kann unabhängig davon verwendet werden, ob das Unternehmen Dividenden ausschüttet. Der Investor schätzt die zukünftigen Einnahmen über einen bestimmten Zeitraum (zum Beispiel 10 Jahre) und platziert dann einen Multiplikator für hypothetische Einnahmen im endgültigen geschätzten EPS-Wert.

Anschließend werden die angesammelten Dividenden mit einbezogen, und der Unterschied zwischen dem Kurs der aktuellen Aktien und dem hypothetischen Gesamtwert am Ende des Zeitraums wird verglichen, um die erwartete Rendite zu berechnen.

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