Was sind Rollover-Sätze im Trading?
Rollover-Sätze stellen die Finanzierungsanpassung dar, die angewendet wird, wenn Positionen über Nacht gehalten werden, und werden aus Zinsdifferenzen berechnet. Im Wesentlichen findet ein Rollover jedes Mal statt, wenn die Abwicklung einer offenen Position von einem Handelstag auf den nächsten verlängert wird, und der Rollover-Satz bestimmt die mit dieser Verlängerung verbundenen Kosten oder Gutschriften. Die Begriffe "Rollover" und "Swap" werden in der Trading-Branche häufig synonym verwendet, da sie sich auf denselben zugrunde liegenden Mechanismus beziehen.
Der Rollover-Satz für ein bestimmtes Instrument wird aus der Zinsdifferenz zwischen den beiden am Trade beteiligten Währungen oder Assets abgeleitet und um plattformspezifische Faktoren sowie aktuelle Marktbedingungen angepasst. Im Forex-Trading spiegelt der Rollover beispielsweise die Differenz zwischen den Overnight-Kreditzinsen der Basis- und Kurswährung wider. Hält ein Trader eine Long-Position in einer Währung mit höherem Zinssatz als der verkauften Währung, kann der Rollover zu einer kleinen Gutschrift führen. Im umgekehrten Szenario fällt eine Gebühr an. Für Nicht-Forex-Instrumente wie Aktien-CFDs oder Rohstoffe basieren Rollover-Sätze typischerweise auf Referenzfinanzierungssätzen zuzüglich anwendbarer Plattformanpassungen.
Rollover-Sätze können je nach Richtung des Trades und aktuellem Zinsumfeld positiv oder negativ sein. Daher sollten sie in die Planung jedes Trades einbezogen werden, der voraussichtlich länger als eine einzelne Session dauert.