Wie werden Dividenden berechnet?
Dividenden werden nach Unternehmensentscheidungen berechnet, typischerweise auf Grundlage des Gewinnniveaus und der Dividendenpolitik. Der Vorstand legt den Dividendenbetrag pro Aktie für jede Zahlungsperiode fest und berücksichtigt dabei die aktuellen Gewinne des Unternehmens, verfügbare Barreserven, künftigen Investitionsbedarf und den etablierten Ansatz zur Kapitalrückgabe an Aktionäre. Dieser Entscheidungsprozess balanciert den Wunsch, Aktionäre zu belohnen, mit der Notwendigkeit aus, ausreichende Mittel für den laufenden Geschäftsbetrieb und Wachstumsinitiativen einzubehalten.
Die einfachste Berechnung betrifft die Dividende pro Aktie (DPS), also einen festen Betrag, den jeder Aktionär für jede von ihm gehaltene Aktie erhält. Wenn ein Unternehmen beispielsweise eine Dividende von 0,50 € pro Aktie ausschüttet und ein Anleger 1.000 Aktien hält, erhält er eine Gesamtzahlung von 500 €. Der Gesamtbetrag, den ein Unternehmen als Dividenden ausschüttet, wird berechnet, indem die Dividende pro Aktie mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird. Unternehmen mit einer konstanten Dividendenhistorie können eine progressive Politik verfolgen — also die Dividende im Zeitverlauf schrittweise erhöhen, wenn die Gewinne wachsen —, während andere die Zahlung je nach Finanzergebnissen der jeweiligen Periode nach oben oder unten anpassen.
Die Dividendenrendite ist die am häufigsten verwendete Kennzahl zur Bewertung und zum Vergleich des Ertragspotenzials dividendenzahlender Aktien. Sie wird berechnet, indem die jährliche Dividende pro Aktie durch den aktuellen Aktienkurs geteilt und das Ergebnis als Prozentsatz ausgedrückt wird. Eine Aktie, die bei 100 € gehandelt wird und eine jährliche Dividende von 4 € pro Aktie zahlt, hat beispielsweise eine Dividendenrendite von 4 %. Diese Kennzahl ermöglicht Anlegern, das relative Ertragspotenzial verschiedener Aktien unabhängig von ihren absoluten Aktienkursen zu vergleichen. Die Ausschüttungsquote, die den Prozentsatz der Unternehmensgewinne misst, der als Dividenden ausgeschüttet wird, ist eine weitere wichtige Berechnung und zeigt, wie nachhaltig die Dividende im Verhältnis zu den Gewinnen des Unternehmens ist. Eine niedrigere Ausschüttungsquote deutet im Allgemeinen darauf hin, dass das Unternehmen einen komfortablen Gewinnpuffer zur Unterstützung künftiger Zahlungen einbehält, während eine sehr hohe Ausschüttungsquote Fragen aufwerfen kann, ob das aktuelle Dividendenniveau bei rückläufigen Gewinnen aufrechterhalten werden kann.